Theater am Bach
Die Homepage der "großen" Theater-AG des Bach-Gymnasiums Mannheim.


Bild des Monats

Kammerdiener


Larissa Heil als Spurititia Mamma in Romulus der Große (2011)

Der Belagerungszustand

Albert Camus

 

Besetzung:

    Diego: Michael Demel
    Victoria: Kirsten Wassermann
    Pest: Florian Grunow
    Sekretärinnen: Anja Mahnkopf
    Jutta Weinle
    Nada: Florian Gilles
    Erster Alkalde: Ines Tschirpke
    Zweiter Alkalde: Julia Pichler
    Richter: Roland Eisele
    Frau des Richters: Sandra Neundörfer
    Tochter des Richters: Verena Goos
    Sohn des Richters: Benjamin Gilles
    Gouverneur: Ingrid Grabowietzki
    Hexe: Verena Goos
    Fischerin: Anne-Sophie de Millas
    Herold: Daniela Weirich
    Pfarrer: Anne-Sophie de Millas
    Bettler: Benjamin Gilles
    Fremde Händlerin: Daniela Weirich
    Offizier: Christian Beck
    Wachen: Roland Eisele
    Christian Beck
    Volk von Cadiz / Chor: Christine Doll
    Anne-Sophie de Millas
    Rita Fink
    Hannah Verrier
    Stefanie Pokutta
    Sandra Neundörfer
    Julia Pichler
    Dorothea Füllhase
    Ines Tschirpke


Regie und Gesamtleitung:

    Frau C. Bretschneider

Ton- und Lichttechnik:

    Alexander Mudrow

 




Inhaltsangabe

Eines Tages versetzt ein Komet am Himmel die kleine Stadt Cádiz in Aufruhr. Ein Offizier versucht die panische Diskussion zu beenden und die Leute auseinanderzuschicken, was ihm aber nicht gelingt. Stattdessen setzt der nihilistische Säufer mit dem vielsagendem Namen Nada (spanisch nichts) zu einem Monolog an, in dem er ankündigt, dass dies "nur eine Warnung" sei und das etwas Schlimmes bevorsteht. Gleichzeitig macht er seine welt- und gottverneinende Grundhaltung kund, indem er über Gott und den Himmel spottet. Als ihm der Wein ausgeht, wendet er sich Diego, dem Protagonisten des Stückes, zu und erkundigt sich ironisch, wie es um dessen "Herzensangelegenheiten gediehen" sei. Diego hat vor, Viktoria, die Tochter des Richters, zu heiraten und ist sauer auf Nada, weil er sich eben auch über deren Vater lustig gemacht hat. Deren Gespräch wird von einem Herold unterbrochen, der verkündet, dass es "Befehl des Gouverneurs" sei, dass man - unter Androhung von Strafe - nicht mehr über den Kometen sprechen darf. Nada ist von soviel Heuchelei begeistert und spottet nun in unverminderter Manier ironisch über die Regierung, während Diego den Beschluss fassungslos zur Kenntnis nimmt. Die "Pest" ist gekommen und reißt die Herrschaft über die Stadt mit unerbittlicher Grausamkeit an sich. An ihrer Seite: der "Tod". Die Tore der Stadt werden geschlossen, Männer und Frauen getrennt - ein Galgen wird errichtet und schwarze Sterne werden verteilt. Der Ausnahmezustand verändert die Menschen. Fast alle Bürger unterwerfen sich den neuen Machthabern, insbesondere der Säufer Nada ist nur allzu bereit, mit ihnen zu kollaborieren. Die Unbekümmertheit weicht Angst und Misstrauen. Nur Diego, der junge Arzt wiedersetzt sich den Tyrannen und verhandelt mit Pest und Tod über das Schicksal der Stadt und das Schicksal seiner großen Liebe Viktoria. Durch seinen Mut und die Überwindung der Angst vor dem Tod schwächt er die Macht der beiden und erringt einen Sieg, indem er ein Angebot ausschlägt. Man bietet ihm Freiheit und Liebe für sich selbst an, er aber entscheidet sich schließlich für die Freiheit der Stadt und verzichtet auf Liebe und Leben. Die Pest muss weichen. Nach Diegos Tod geht zwar die Pest, aber der feige und korrupte Gouverneur reißt nun die Macht wieder an sich.

Stefan Edelmann  •  Bach-Gymnasium  •  68199 Mannheim